Das ist doch nicht nachhaltig!

Als Organisationsberater habe ich viel darunter gelitten, dass die Veränderungen, wenn sie denn mal zu einer wirklichen Verbesserung geführt haben, am Ende doch nicht nachhaltig waren.

Das kennst du vielleicht auch: Mit viel Mühe und Zeit verändert ihr die Rahmenbedingungen, Prozesse, Zusammenarbeitsmodelle oder Kulturelemente. Es ist besser geworden, aber nach einer gewissen Zeit schleichen sich alte Muster wieder ein. Oder es kommt ein neuer Chef, wirf alles über Bord und führt seine eigenen Regeln ein. Oder der Markt verändert sich und ihr merkt es nicht bzw. zu spät.

Ich habe viel gehadert damit, dass ich nach einer gewissen Zeit wieder in die Organisation gekommen bin und die seinerzeit geplanten Veränderungen vielleicht umgesetzt, aber dann doch wieder in Vergessenheit geraten sind. Meine romatische Vorstellung von Change war wesentlich effektiver, effizienter und vor allem nachhaltiger.

Verbesserung ist kein Zustand sondern ein andauernder Prozess.

Heute ist mir klar, dass diese Vorstellung in einer komplexen, veränderlichen Welt nicht realistisch ist.

Das Wort Change suggeriert ein bisschen, dass es sich um einen abgeschlossenen Vorgang handeln könnte. Und ja, es gibt viele Veränderungen, die sind planbar, gut umsetzbar und führen zu einer erkennbaren, nachhaltigen Veränderung. Eine neue Werkzeugmaschine z.B., die mit höherer Qualität schneller und preiswerter produziert. Das ist eine nachhaltige, positiver Veränderung. Meinetwegen ein Change.

In einer Welt mit hohem Wetbewerbsdruck, dynamischen Märkten und größeren Organisationen können einmalige Veränderungen typischerweise nicht nachhaltig positiv bleiben. Was wir brauchen ist eher die Haltung, dass es sich natürlicherweise um einen fortlaufenden, immer wiederkehrende Notwendigkeit handelt, alles im Blick zu behalten und kontinuierlich zu justieren.

Meine Metaphern sind (und der Gedanke war dann auch die Inspiration zu diesem Blog) z.B. Essen. Ich sage nicht: Wozu essen, in 4 Stunden habe ich wieder Hunger. Oder Gartenpflege: Warum Unkraut zupfen, kommt ja eh wieder; warum Rasen mähen, wächst doch wieder. Das ist doch alles nicht nachhaltig.

Einen „Unternehmensgarten“ muss man kontinuierlich pflegen

Ein Unternehmen zu führen ist ein stetiger Anpassungs- und Nachbesserungsprozess; jeden Tag aufs Neue. Vielleicht ist dein Unternehmensgarten ein bisschen verwildert und du weißt nicht, wo du anfangen sollst und wie du ihn dann pflegen kannst. Beides kann ich mit auf den Weg bringen und als Kompetenz bei Euch verankern.

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